Studie: Stand des E-Mail-Marketings
E-Mail-Marketing ist die wichtigste Anwendung im Online-Marketing-Mix, so eine Studie von Sapient. Trotz der zunehmenden Bedeutung von Social Media, hält das E-Mail-Marketing mit 54,2 Prozent die Spitzenposition gefolgt von Search-Marketing (38,5 Prozent), digitaler Werbung (32,3 Prozent) und Community-Marketing (25 Prozent). Laut Dialog Marketing Monitor der Deutschen Post verstärkt sich dieser Trend sogar noch durch die generell zunehmende Performance-Orientierung im Marketing. Denn in allen Segmenten der Online-Werbung stehen die Zeiger auch zukünftig auf Wachstum. Zu den wichtigsten Triebfedern zählen einer Studie der European Interactive Advertising Association zufolge E-Mail-Marketing, Behavioral Targeting und Mobile Advertising.
Im EIAA Marketer’s Internet Ad Barometer der European Interactive Advertising Association werden 500 europäische Unternehmen befragt. 83 Prozent der Umfrage-Teilnehmer hatten ihre Investitionen ins Online-Marketing bereits 2009 zulasten klassischer Werbeformen nach oben gefahren, 94 Prozent planen es für das Jahr 2010. Für Deutschland wird für 2010 eine Steigerung um 20 Prozent prognostiziert. Der Trend soll sich auch 2011 weiter fortsetzen.
Doch das Potential von E-Mail-Marketing ist oft noch kaum genutzt. Eine aktuelle Studie der artegic unter Industrieunternehmen bestätigt: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Unternehmen wertet ihr E-Mail-Marketing nicht einmal statistisch aus.
Welche Techniken und Funktionen Unternehmen im E-Mail Marketing einsetzen oder einzusetzen planen, untersuchte die aktuelle Studie "Email Marketing Census 2010" Econsultancy und Adestra.
So nutzen die meisten zwar grundlegende Unterscheidungen in den Zielgruppen und pflegen ihre Verteiler, fortgeschrittene Fähigkeiten des digitalen Dialogs werden jedoch noch wenig praktiziert. Immerhin: Die Einbeziehung von Transaktionskommunikation in das Marketing legte um 16 Prozent auf 44 Prozent zu. Der generelle Nachholbedarf wird aber erkannt. Weitergehende Segmentierung (42 Prozent), Content Individualisierung (37 Prozent) und Behavioral Targeting auf Basis von Web-Trackingdaten (34 Prozent) stehen an oberster Stelle der Wunschliste.
Auch Social Media steht auf der Agenda vieler Unternehmen. Bereits 37 Prozent nutzen E-Mail-Kommunikation, um die Verteilung von Inhalten in Social Media Sites zu promoten. 31 Prozent planen die Integration solcher Share-With-Your-Network-Funktionen (SWYN-Funktionen). Dabei wird die Kommunikation mit Social Networks von der reinen Content-Distribution zunehmend auch zur Lead-Generierung aus Social Networks heraus genutzt.
Bei den Barrieren für besseres E-Mail-Marketing steht die Datenqualität des Verteilers mit 61 Prozent als wichtigstes Hindernis im Weg. Aber auch fehlende Segmentierung und mangelnde Strategien stellen Marketer vor Probleme. Kein Wunder also, dass Strategie das Top-Thema für 2010 ist.
Auf der technischen Seite sind vor allem verteilte Inseln in der Systemlandschaft hinderlich sowie die Zustellbarkeit von E-Mails. Mehr als die Hälfte hatte hier in der Vergangenheit Probleme, die Mailboxen der Abonnenten zu erreichen.
Die komplette Studie ist für 150 EUR beim Herausgeber zu beziehen.