Checkliste: So starten Sie Ihr RSS-Marketing
RSS ist ein hervorragendes Instrument, um Kunden und Interessenten regelmäßig mit neuen Inhalten zu versorgen und damit an das eigene Unternehmen zu binden. Eine nachhaltige Nutzung von RSS als Marketinginstrument bedarf vorab einer klaren Zielsetzung. Stellen Sie sich also zunächst die Frage, was Sie mit dem RSS-Angebot erreichen möchten. Mögliche Einsatzzwecke sind das Generieren von Website Traffic, die Vermarktung des Feeds für Werbung sowie der Einsatz als Vertriebs- oder Service-Instrument.
Sind die Ziele klar, gilt es die nötige technische Basis zu schaffen. Die meisten Content-Management Systeme (CMS) sind in der Lage RSS-Feeds zu generieren. Hier stellt sich daher eher die Frage nach einer funktionierenden redaktionellen Ausgestaltung. RSS-Informationen müssen kurz und auf den Punkt gebracht sein. Zudem sollten sie eine gewisse Regelmäßigkeit haben. Nur mit mehreren relevanten Neuigkeiten pro Woche wird ein RSS-Feed als „lebendig“ wahrgenommen.
Checkliste RSS
Im Folgenden möchten wir Ihnen noch einige Tipps an die Hand geben, die dabei helfen, RSS effektiv in den Online-Marketing-Mix zu integrieren:
- Platzieren Sie das RSS-Icon möglichst prominent auf Ihrer Seite und verlinken Sie es mit Ihren Feeds. Unter feedicons.com finden Sie das Icon in verschiedenen Formaten und Auflösungen als Download.
- Legen Sie eine neue Seite an, auf der Sie RSS erläutern und Ihre verfügbaren RSS-Feeds anzeigen. Diese Seite können Sie zum Beispiel neben dem RSS-Icon verlinken ("Was ist RSS?"). Erklären Sie auf dieser Seite kurz und knapp, welchen Nutzen RSS für den User bietet und fügen Sie Links zu RSS-Leseprogrammen (zum Beispiel curiostudio.com) und webbasierten RSS-Readern (bloglines.com, netvibes.com) ein.
- Vergessen Sie nicht, Ihren RSS-Feed im Quelltext Ihrer Website zu vermerken, damit Webbrowser die Verfügbarkeit von RSS erkennen können und dem Nutzer die Möglichkeit des direkten Abonnements bieten.
- Besonderes Augenmerk sollten Sie dem Namen Ihres RSS-Feeds schenken. Nicht selten haben RSS-User 30 oder 50 Feeds abonniert. Ihr Feed kämpft also gegen viele Konkurrenten um die Aufmerksamkeit des Users. Wählen Sie einen interessanten und einprägsamen Namen, der neugierig macht. Bedenken Sie dabei, dass die meisten RSS-Reader die Feeds alphabetisch sortieren.
- Genauso wichtig wie der Name Ihres Feeds sind natürlich die Titel der einzelnen Beiträge. Es lohnt sich, über die Wahl des Titels länger nachzudenken, denn er entscheidet als "Türöffner" maßgeblich darüber, ob der jeweilige Beitrag geöffnet wird. Halten Sie die Titel möglichst kurz und machen Sie auf den Inhalt des Beitrags neugierig. Auch hier hilft – analog zum Testen der Betreffzeile im E-Mail Marketing – ein Testen von Titeln.
- Veröffentlichen Sie viele Meldungen und aus verschiedenen Themenbereichen? Dann lohnt es sich, die wichtigsten Themen entweder als eigenständige RSS-Feeds aufzubereiten oder dem Nutzer die Möglichkeit zu lassen, gewünschte Inhalte selbst auszuwählen. Auf diesem Weg können sich die User genau die Inhalte aussuchen, die für sie wirklich interessant sind.
- Sofern Ihre Inhalte unterschiedlichen Kategorien oder Themen zuzuordnen sind, nehmen Sie diese Begriffe in Ihre RSS-Feeds mit auf.
- Werten Sie den Erfolg Ihres RSS-Feeds aus: Wie viele User haben Ihre RSS-Seite aufgerufen? Wie viele Besucher erhalten Sie über Ihre RSS-Feeds? Wie viele Empfänger hat Ihr Feed? Welche Items werden gelesen oder geklickt?
- Erhöhen Sie die Bekanntheit und Reichweite Ihrer RSS-Feeds, indem Sie sie in RSS-Verzeichnisse und Web-Dienste eintragen. Beispielsweise bei: rss-verzeichnis.de, rss-scout.de, rss-nachrichten.de, rss-verzeichnis.net.
- Auch wenn RSS praktisch ist: Vergessen Sie den klassischen E-Mail-Newsletter nicht, denn RSS ist nach wie vor nicht jedermanns Sache. Kombiniert ergänzen sich E-Mail und RSS ohnehin hervorragend, um je nach Kundenbedürfnis den richtigen Kanal wählbar zu machen.
- Wenn Sie aus RSS-Abonnenten im Laufe der Zeit E-Mail-Newsletter-Abonnenten machen möchten, hilft es übrigens, wenn Sie die Vorteile von RSS in Bezug auf die inhaltliche und frequenzbezogene Selbstbestimmung übertragen. Bieten Sie dazu mit dem Angebot auf E-Mail umzusteigen eine thematische Auswahl sowie eine Auswahl, wann der Newsletter gesendet werden soll - beispielsweise sobald eine neue Meldung verfügbar ist oder als Zusammenfassung von Meldungen einmal die Woche.
- Bieten Sie den RSS Feed auch auf der Abmeldeseite Ihres Newsletters an und weisen Sie auf diese Alternative hin. Einige Abonnenten möchten vielleicht lediglich keine E-Mails mehr erhalten und steigen auf den anderen Kanal um.