Tipps für höhere Conversions mit guten Formularen
Egal ob Newsletteranmeldung, Anfrageformular oder Kaufprozess: Das Design der Formulare beeinflusst maßgeblich die Conversion Rate und trägt somit erheblich zum Erfolg oder Misserfolg von Kampagnen bei. Oft werden hier wichtige Chancen verschenkt. Lesen Sie in einem Gastbeitrag des E-Mail Marketing Experten Nico Zorn welche wichtigen Best Practices Sie für Ihre Formulare berücksichtigen sollten:
- So wenig Formularfelder wie möglich
Jedes zusätzliche Formularfeld führt dazu, dass weniger Interessenten das Formular ausfüllen. Überlegen Sie also genau, welche Informationen sie unbedingt benötigen und welche Daten auch noch zu einem späteren Zeitpunkt erhoben werden können. - Unterstützen Sie den Nutzer
Erläutern Sie, warum Sie die abgefragten Daten benötigen und bieten Sie Erläuterungen für Formularfelder an, die für den Nutzer unter Umständen nicht verständlich sind - am besten in Form einer contextsensitiven Hilfe: Platzieren Sie ein Icon mit einem Fragezeichen neben dem Formularfeld und verlinken es mit einem Layer, der die entsprechenden Erläuterungen enthält.
Abbildung 1 Contextsensitive Hilfe auf Versicherungen.de - Nutzen Sie vorhandene Daten
Sie können den Aufwand für den Nutzer reduzieren, indem Sie vorhandene Daten des Interessenten bereits in das Formular eintragen. Verlinken Sie beispielsweise ein Anfrageformular in Ihrem Newsletter, können Sie die E-Mail-Adresse und – sofern vorhanden – weitere Daten wie beispielsweise Vor- und Nachname sowie die Anschrift des Interessenten in das Formular eintragen, um eine bessere Conversion Rate zu erzielen. - Eindeutige Fehlermeldungen
Achten Sie auch darauf, eine eindeutige und verständliche Fehlermeldung auszugeben, wenn das Formular aufgrund fehlerhafter Eingaben nicht abgeschickt werden konnte. Markieren Sie das entsprechende Feld rot und erläutern Sie, welcher Fehler aufgetreten ist. - Schaffen Sie Vertrauen!
Verbraucher reagieren zunehmend zurückhaltender, wenn es darum geht persönliche Daten preiszugeben. Mit einem Datenschutzhinweis, einem Link zur ausführlichen Datenschutzrichtlinie und ggfs. einem Gütesiegel können Sie Vertrauen aufbauen.
Abbildung 2 MarketingSherpa.com baut mit einem Datenschutzhinweis Vertrauen auf - Buttondesign und -beschriftung
Achten Sie bei der Gestaltung des Formulars darauf, dass der Button zum Abschicken klar als solcher zu erkennen ist. Nutzen Sie beispielsweise 3D-Effekte oder eine auffallende Farbe. Auch die Beschriftung des Buttons sollte mit Bedacht gewählt werden. So wird ein „Gratis anfordern“ in der Regel eine bessere Conversion Rate als ein schlichtes „Abschicken“ erzielen. Es lohnt sich, verschiedene Formulierungen zu testen.
Übrigens: Ein Button, mit dem der Nutzer seine Eingaben löschen („Zurücksetzen“) kann, ist vollkommen überflüssig – und wird nicht selten mit dem „Abschicken“-Button verwechselt.
Abbildung 3 Kaum zu übersehen: Der Abschicken-Button auf Financescout24 - Bieten Sie alternative Kontaktmöglichkeiten an
Trotz aller Bemühungen wird es immer Nutzer geben, die das Formular nicht ausfüllen wollen. Aus diesem Grund sollten Sie eine Telefon-Nummer und eine E-Mail-Adresse als alternative Kontaktmöglichkeit angeben.
(Gastbeitrag von Nico Zorn, E-Mail Marketing Experte und Autor des emailmarketingblog.de )
Literaturempfehlung:
Forms that Work: Designing Web Forms for Usability von Caroline Jarrett.